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MedForum » Hand & Finger Teil 1 » prc » Threadansicht

Autor Thread - Seiten: > 1 < [ 2 ]
000
23.02.2004, 10:42 Uhr
condor


Hallo an Meli und andere Leidensgenossen!

Da es bei mir mit dem registrieren nicht so richtig geklappt hat, bin ich seit der Registrierungspflicht nur stiller Leser gewesen.
Ich finde es interessant mich mit anderen, die die selbe OP hinter sich haben, auszutauschen. Und bis jetzt bist du die erste die ich gefunden habe...:-)
Bei mir wurde die prc im Februar 2003 durchgeführt. Bis heute habe ich es nicht bereut. Die erste Zeit nach der OP war zwar nicht so toll und hat mich manchmal zweifeln lassen, aber nachdem es langsam bergauf ging, war ich nur noch zufrieden. Die Hand ist wieder mehr oder weniger alltagstauglich und vor allem sind die ständigen Schmerzen vorbei ( außer wenn ich es wieder unbedingt übertreiben muß...)
Wie ich bis jetzt herausgelesen habe, ist es bei dir auch gut verlaufen. Wie sind denn bei dir die Zukunftsprognosen?

Gruß Betti
 
001
23.02.2004, 10:55 Uhr
Mel_Z
4

Hi Betti

Bei mir ist es so, wenn jetzt nichts passiert, sprich ich nicht wieder drauf falle, dann kann ich so damit weiter leben. Wenn es aber wieder schlimmer wird, dann brauche ich irgendwann ein künstliches Gelenk. Aber da die ja noch nicht so lange haltbar sind und auch so noch nicht stabli genug, dann geht es noch lange nicht. Was ist denn bei Dir passiert???
Wo wurdest Du operiert?
Von wo kommst Du?

Gruß Meli
 
002
23.02.2004, 11:40 Uhr
condor


Hi Meli!
Ich komme aus Düren und wurde in Eschweiler operiert. Mittlerweile zum fünften mal.
Angefangen hat es vor über 10 Jahren. Ich bin auf die linke Hand gefallen und hatte seitdem immer Schmerzen. Mein damaliger Orthopäde hat zwei Jahre an mir rumgedoktort um mir am Ende einzureden das ich gar nichts habe und mir alles nur einbilde.
Ich habe dann endlich darauf bestanden zum Spezialisten überwiesen zu werden. Diagnose: Diskus gerissen. Es wurde operiert, aber ich hatte immer noch Schmerzen. Ein Jahr später wurde dann eine Zyste im Mondbein mit Spongiosa aufgefüllt.Ende 2002 bin ich dann mal wieder nach Eschweiler. In den letzten Jahren wurden die Schmerzen wieder schlimmer, aber ich habe sie leider ignoriert, bis ich dann aufeinmal nicht mehr schwimmen konnte. Nach spätestens 2 Bahnen tat die Hand weh.
Diagnose: Zysten ( Löcher ) in 3 Knochen der proximalen Reihe und Diskus total kaputt. Daraufhin wurde die prc durchgeführt. Da ich aber keine Garantie dafür habe, das sich in den anderen Knochen keine Zysten bilden, kann es passieren, das ich das Handgelenk irgendwann versteift bekomme.
In der rechten Hand hat es leider auch " angefangen ".
Der Discus war eingerissen, wurde zum Teil herausgenommen, und im Mondbein sind auch wieder Zysten.:-(
Mein Arzt hat gehofft, das es mit der Discus Teilresektion erst mal reicht, aber da ich immer noch Schmerzen habe werde ich nächste Woche wieder hin müssen um zu überlegen, was noch gemacht werden kann. So langsam habe ich es zwar satt, aber was solls. Ändern kann man nichts. Ich bin nur froh das ich einen Arzt gefunden habe, dem ich wirklich vertraue, der mir alles gut erklärt und mich vor allem Ernst nimmt. Was ich von den diversen Orthopäden leider nicht sagen konnte. Deswegen gehe ich auch immer gleich zur Handchirugie.
So das war zwar jetzt ein bißchen lang, aber dafür muß ich die Geschichte ja nur einmal erzählen.


Gruß Betti
 
003
23.02.2004, 11:50 Uhr
Mel_Z
4

Hi Betti

So ähnlich war das auch bei mir, nur das ich keine Zysten drin habe. Anbei mal meine Geschichte: Im September 1996 habe ich mich entschieden meinen Motorradführerschein zu machen. Mein damaliger Freund hatte dann mit mir in einem Garagenhof geübt. Dabei bin ich auf seiner gefahren und die ist recht hoch. Ich kam nur mit den Zehenspitzen runter auf den Boden. Also bin ich ein wenig hin und hergefahren und er wollte dann das ich das achterfahren machen. Also habe ich es ausprobiert und das End vom Lied war, ich hatte vor lauter Panik weil ich aufs Garagentor zugefahren bin die Vorderradbremse betätigt mit dem fatalen Fehler, das ich ausgehebelt wurde und auf die ausgestreckte Hand gefallen bin. Erst hatte ich kein Schmerz gespürt. Wir haben dann auch die Aktion abgebrochen und sind nach Hause gefahren. Dort wollte ich dann den Helm abnehmen und habe nur einen Schrei losgelassen. Heute weiß ich, das es das Kahnbein war, was dabei kaputt gegangen ist. Ich konnte keine Tasse halten und nicht den Daumen und Zeigefinger zusammen nehmen. Das war an einem Freitag und da ich so viel Schiss vor dem Krankenhaus habe, habe ich bis Montag gewartet und bin dann erst zum Orthopäden gefahren. Der hat natürlich nichts feststellen können, obwohl ich ihm gesagt habe wie ich drauf gefallen bin. Im nach hinein bereue ich es das ich nicht ins KK gefahren bin, denn die hätten sich das genauer angeschaut. Naja, so hatte ich für zwei Wochen eine Handgelenksbandage bekommen. Leider sind die Schmerzen dann nicht weniger geworden. Dann bin ich im Winter die Treppe runter gefallen und auch wieder auf die ausgestreckte Hand gefallen. Im Januar wurde dann das erste MRT gemacht und dabei kam raus das der Diskus eingerissen ist und sich ein Knorpelstück eingerisse hat und ins Gelenk steht. Aber da ich grad mitten im Führerschein war, konnte ich das nicht machen lassen. Mein Arzt hatte das ja auch nicht als so dringend gemacht, weshalb ich das damals auf die leichte Schulter genommen habe. Im Mai war dann unser Schottlandurlaub und danach war ich dann wieder beim Arzt. Jetzt konnte er die OP aber mir nur privat in Rechnung stellen, also suchte ich mir einen anderen der das als Kassenleistung abrechnet. So kam ich dann leider an einen Arzt der pfusch gemacht hatte. Er hatte nicht den Diskus repariert, sonder hat eine Bandraffung vorgenommen und mir so das ganze Gelenk verdichtet. Wenn ich heute die Bilder mit den damals vergleiche, sehe ich ganz genau wie mein Speichenknochen schon abgeschabt ist. Nach dieser OP bin ich dann zu einem anderen Arzt gegangen, aber was ich leider erst später raus bekam, war das ein Freund von dem Operierenden Arzt. Also sagte der mir dann auch, das ist doch alles gemacht worden und so schlimm wie es auf dem MRT Bildern war, war es doch nicht. Also bin ich dann 1998 wieder zu meinem ersten Orthopäden gefahren und habe mich von ihm untersuchen lassen. Er sagte, der Diskus ist immer noch defekt, das könnte er sogar spüren. Also kam ich im Dez. 98 noch mal unters Messers und diesmal hat es die Krankenkasse bezahlt. Dann war erst mal Ruhe bis ich beim Schlittschuhlaufen noch mal drauf gefallen bin. Da war der alte Schmerz wieder da. Also ging das ganze wieder von vorne los. Wieder zum Arzt, wieder eine OP. Dann kam die Diagnose Knorpelschaden mit beginnender Arthrose, heute weiß ich, dass das damals schon eine war. Es folgte eine Radiosynoverothese wo krankes Gewebe durch Radioaktivität zerstört wird und sich der Knorpel erholen kann und sich wieder neu bilden kann. Alles Quatsch. Knorpel kann sich nie mehr neu bilden, wenn er weg ist, ist er weg. Dann habe ich verschiedene Ärzte aufgesucht um rauszubekommen, was man gegen Arthrose machen kann. Ich war dann im Sommer 2001 in Köln bei einem Handchirurgen und der bestätigte das ganze, aber er wollte da erst mal nichts unternehmen, weil die Beweglichkeit noch so gut wäre. Dann bin ich nach Bad Neustadt an der Saale gefahren in eine Handchirurgische Klinik die sich auf Arthrose spezialisiert hat. Dort habe ich das erste mal gesagt bekommen, das ich keine Arthrose hätte und mein Gelenk total gesund wäre. Aber gegen die Schmerzen kam nur der Vorschlag die Nerven zu durchtrennen, das ich keine Schmerzen mehr habe. Toll. Ich also nach Hause und war total geschockt. Ich hatte dann an mir selbst gezweifelt. Dannbin ich Frankfurt noch zu einem Handchirurgen gegangen, der dann auch gesagt hatte ich hätte keine Arthrose. Also wieder ein MRT und da kam dann der Befund raus.
Es wurde eine Glatze im Bereich des Lunatiums sowie der Fossa lunata, dann im Bereich des Scaphoids sowie der Fossa scaphoidea zweitgradiger Knorpelschaden. Knochenhautablösung und Ergußbildung darunter. Der Arzt meinte nur, ach da kam ja gar nicht so viel raus. Ich sollte doch mal in die Uniklinik fahren, vielleicht könnten die mir weiterhelfen. Und hat mich dann ganz blöd angegrinst. Ich dachte nur, was für ein Idiot.
Also Termin in der Uniklinik bekommen. Der diensthabende Arzt schaute sich die Befunde und die Bilder an und hörte mir auch ganz gespannt zu, was ich aber erst nicht so wahr genommen hatte. Dann seine Aussage, „da ist aber schon viel kaputt und Sie haben nicht nur eine Sache, sondern gleich drei Sachen“. Das war dann mal eine Aussage die ich verstehen konnte mit meinen Problemen. Er sagte dann nur der Spezialist ist zur Zeit im OP und er würde gerne die Befunde da behalten um es mit dem Kollegen durchzusprechen und sie würden mich zu Hause anrufen. Ich natürlich erst begeistert und dann die Angst, ach die rufen doch eh nicht an. Aber nach zwei Tagen hatte ich einen Anruf auf dem AB und ich sollte doch dringend anrufen, sie hätten einen Vorschlag. Also ich dann wieder hin und mir wurde dann vorgeschlagen Muskelgewebe aus dem Oberschenkel zu entnehmen und es als Knorpelersatz ein zusetzten. Aber natürlich auch die Nerven durchtrenne, aber nur die im Knochen, damit der Knochen wieder zur Ruhe kam und die Entzündung raus kann. Sie haben dann noch mal Röntgenbilder gemacht, diesmal sogar von der linken Hand und da kam dann die erste Frage, „ Haben Sie sich mal das Kahnbein gebrochen? Man würde da was auf dem Bild sehen. Dann im Nov. 2001 die OP. War danach total happy und die Schmerzen waren dann so gut wie weg und die Beweglichkeit war auch wieder super.
Dann leider im Mai 2002 bin ich wieder gefallen und hatte diesmal sogar den Schlüssel in der Hand. Der hatte sich natürlich ins Kahnbein gebohrt und auseinander gedrückt. War dann am nächsten Morgen wieder in der Klinik, Gips und verdacht auf Kanhbeinfraktur. Am nächsten Tag MRT und da kam dann die Diagnose, Kahnbein total zerbröselt und verschoben und schon abgestorben. Mein Arzt wollte das nicht gleich operieren, denn jede OP ist nicht gut fürs Gelenk. Also haben wir es erst anders versucht, aber als es dann kalt wurde, wurden die Schmerzen immer doller und ich konnte teilweise nachts nicht mehr schlafen. Also kam dann am 21.01.2003 meine fünfte OP, wo mir drei Handwurzelknochen entfernt wurden. Bis jetzt verläuft es gut und die Dauerschmerzen sind weg. Die Beweglichkeit ist zu 50 % wieder da, so wie es sein sollte. Die Kraft fehlt noch aber kommt auch langsam. Motorradfahren geht auch wieder und ich habe wieder mehr Freude am Leben. Dafür könnte ich meinem Arzt um den Hals fallen, denn er hat das was andere verpfuscht haben wieder hingerichtet, zwar nicht wie es früher war, aber so das ich normal leben kann.

Das ist meine Story. Ich hoffe es war nicht zu lange.
 
004
23.02.2004, 12:23 Uhr
condor


Hi Meli!

Das ist wirklich heftig. Du bist aber auch ein Pechvogel. Aber wenn ich sowas höre muß ich immer wieder feststellen, wieviele unfähige Ärzte es auf der Welt gibt. Vor allem bringen die einen wirklich dazu an sich selbst zu zweifeln. Irgendwann ist man wirklich soweit und fragt sich ob man sich das alles nur einbildet. Ich kann wirklich nur jedem raten solange zu suchen, bis man einen Arzt findet, der einen Ernst nimmt und nicht nur an einem verdienen will. Wie z.B. eine Röntgenaufnahme zu machen ohne die sich nachher wenigstens vernünftig anzuschauen, sondern einfach festzustellen: Da müssen Sie zu Ihren operierenden Arzt von vor 10 Jahren gehen.Damit habe ich nichts zutun.
Und zugeben, das sie auch nicht weiter wissen, unmöglich!!!

Was mich interessieren würde, warum bei dir die Kraft noch nicht zurück ist. Dadurch, das die Bewegung eingeschränkt ist, ist es klar das man nicht mehr alles so machen kann wie früher. Aber ich habe schon das Gefühl, das kraftmäßig nicht mehr viel dazu kommen kann.

Gruß Betti
 
005
23.02.2004, 12:47 Uhr
Mel_Z
4

Hi Betti

das mit der Kraft kommt wahrscheinlich daher da ich Linkshänder bin und es bei mir die rechte Hand ist. Aber seit kurzem geht es steil bergauf. Aber das hat er auch zu mir gesagt, das es etwas dauern kann. Ich hatte ja schon vor der OP nur knapp ein drittel der Kraft wie auf der linken Seite.

Ja, das mit den Ärzten ist echt ein drama, deshalb habe ich mich ja hier angemeldet um anderen helfen zu können.
Aber das mit Deiner Sache ist ja echt doof. Was hat denn Dir Dein Arzt prognostiziert?

Gruß Meli
 
006
23.02.2004, 13:19 Uhr
condor


Hi Meli!

Machst du denn noch Krankengymnastik?
Mein Arzt macht überhaupt keine Prognose. Er will mir nichts versprechen, was er nicht halten kann. Damit komme ich aber auch gut zurecht. Das Problem ist, das keiner genau weiß weshalb Zysten entstehen. Es gibt halt verschiedene Vermutungen. Fest steht nur, das ich anscheinend die Neigung dazu habe Zysten zu bilden.
Wie es im Endeffekt weitergeht weiß ich nicht. Er hat mir erklärt das es sein kann, das es mit der nächsten Knochenreihe weitergeht. Ob das aber so sein wird, wann und wie schlimm kann er nicht sagen.
In Anbetracht das es im rechten Mondbein auch schon angefangen hat, mache ich mir natürlich auch ab und zu Sorgen, wie es aussieht, wenn ich älter bin. Aber vielleicht geht ja alles gut:-)
Ansonsten muß ich halt abwarten, was der nächste Termin ergibt.
Ich bin zwar schon bereit mit einem Maß an Schmerzen zu leben, wenn ich aber ständig wieder stärkere Schmerzen kriege, weil ich eine idiotische Bewegung mache, oder Nachts schlecht schlafe weil es weh tut, finde ich das ziemlich einschränkend. Schwimmen ist momentan auch nicht drin. Links ginge es zwar wieder, zwar mit einer leichten Bewegungsumstellung aber immerhin, aber jetzt macht es halt rechts Probleme.

Wie gehst du mit deinen Ängsten um, falls du überhaupt welche hast..
Ich komme mir manchmal total doof vor, weil ich es auch nicht richtig erklären kann, und den anderen auch nicht auf die Nerven gehen will. Dazu kommt noch, das ich kein Mitleid ertragen kann und einen ungeheuren Drang habe, alles seber machen zu können, sodas ich die Schmerzen auch teilweise einfach ignoriere. Was auch nicht gerade vernünftig ist..

Gruß Betti
 
007
23.02.2004, 13:44 Uhr
Mel_Z
4

Hi Betti

Du hast das gleiche Problem wie ich auch. Mitleid brauche ich nicht und mit einem Maß an Schmerzen kann ich auch umgehen, aber sobald es zuviel wird, dann reicht es. Mein Arzt ist zb. gegen Schmerztabletten, da die meisten auf den Magen schlagen und dort eine sogenannte nächste "Baustelle" entsteht.
Beim Schwimmen trage ich eine Handgelenksbandage aus Neopren. Habe ich mir extra im Sanitätshaus bestellt. Geht super klasse damit, da ich da jetzt keine Angst mehr habe eine falsche Bewegung zu machen.
Ich habe hier in Frankfurt einen super Arzt gefunden, bei dem jetzt auch eine Freundin ist und sie auch total begeister ist. Sie war im übrigen auch in Eschweiler in Behandlung, aber dort nicht zufrieden. In Frankfurt wurde erst die Ursache ihrer schmerzen entdeckt. Der Arzt erklärt auch super und wenn man Fragen hat kann man auch eine Email schreiben. Wo findet man sowas.

Gruß Meli
 
008
23.02.2004, 15:55 Uhr
condor


Hi Meli!

Von Schmerztabletten halte ich auch nichts. Dafür ist der Alltag zu lang.An eine Bandage habe ich auch mal gedacht, bzw hat mir jemand aus dem Forum geraten. Da ich aber teiweise noch nicht mal einen Topf spülen kann, wobei ich mit rechts nur den Schwamm halte, habe ich keine Lust das auszuprobieren.
Was hat deine Freundin denn und bei welchem Arzt ist sie drangekommen? Wenn ich ein Problem habe gehe ich immer zum Oberarzt. Der ist Klasse.
Gruß Betti
 
009
24.02.2004, 18:51 Uhr
lukas


hey meli,
du hast drei Handwurzelknochen entfernt bekommen,welche risiken
hat man dir vor der OP genannt.Ist das wieder aufgefüllt worden?
Beschreib das ganze mal was näher.
Grüße lukas
 
010
24.02.2004, 19:27 Uhr
condor


Hi Lukas!

Die Risiken sind :- die übliche Gefahr bei jedem Eingriff
( Entzündungen, etc)
- Bewegungseinschränkung ( Hast du auf jeden
Fall, nur inwieweit die Beweglichkeit wieder-
hergestellt wird kann dir keiner garantieren) in der
Auf- und Abbewegung. Zur Seite bleibt normal.
Ich glaube das waren die wichtigsten.

Die OP selber wird in Teilnarkose durchgeführt. Mondbein, Kahnbein und Dreiecksbein werden herausgenommen. Innerhalb kurzer Zeit rückt die andere Knochenreihe nach unten und stößt auf Elle und Speiche und bildet so das neue Gelenk. Das ist jetzt sehr einfach ausgedrückt. Es gibt einen Link wo das besser und genauer erlkärt wird. Wenn du Interesse hast such ich ihn dir raus.

Ansonsten wird nichts aufgefüllt. Das Gelenk wird einfach " tiefer gelegt".
Insgesamt war ich damit 6 Wochen krankgeschrieben, und hatte ziemlich zügig mit der KG angefangen, die einige Wochen 3-5 mal stattgefunden hat. Zusätzlich mußt du viel zuhause trainieren. Ist nicht gerade angenehm gewesen, aber für ein gutes Ergebnis bei der Beweglichkeit unbedingt notwendig.

Hoffe,ich konnte dir weiterhelfen. Falls du noch Fragen hast, meld dich einfach.

Gruß Betti
 
011
24.02.2004, 21:45 Uhr
lukas


hallo Betti,
danke für die rasche Antwort.Ich dachte nur wenn nichts aufgefüllt
wird, fehlen ja paar Milimeter und das dauert doch bis sich die ganze Haut, Sehnen,Muskel usw.darauf eingestellt bzw. ver-
kürzt hat. Bei mir soll nur der Diskus ulnar entfernt werden,siehe
Postbetrag Erfahrung mit Diskusentfernung aber das ganze Gelenk
funkioniert nicht richtig. Es ist radialseitig nach 4 Monaten OP immer noch erhaben,verdickt und schmerzt bei Berührung und Belastung
extrem.Den älteren Erguss im Mondbein der im Januar 2003 beim MRT auftauchte und beim MRT 2004 nicht sichtbar war, scheint aber irgendwie das Mondbein so empfindlich zu machen das ich bei
kleinsten Druck darauf unter der Decke hänge.
Jetzt scheint meine ganze OP aber auf der Kippe zu hängen ,da mein Rheumatologe bei Blutuntersuchungen Werte fesgestellt,
die nicht gerade schlaffördernd sind. Meine überhöhte Leberwerte
sind nochmal stark gestiegen,Entzündungsmarker crp ist über Grenzwert,C3 ist erhöht,und noch etliches anderes.Als Pessimist
bekommt man fast das Gefühl die 60 mit 2 mtr. Erde über sich zu erleben.Oder ist es nur 1,60 mtr..Egal.
Wenn die jetzt die OP um Monate verschieben bis das im Griff ist
weiß ich nicht wie das noch aushalten soll. Eimal vor Schmerzen
bei Belastung und einmal geht mir das nichtstun auf den Nerv.
Auf jeden Fall laß ich mir das ganze Gelenk nochmal öffen.Ich habe keine Lust mehr auf eine Versuchs-OP,unter dem Motto wenn es
das nicht war,können wir ja nochmal aufmachen.Der Arzt der jetzt
die OP durchführen will,sagte zu meinem nicht defekten Diskus:
"wenn die Scherzen nicht aufhören bringt auch eine weitere
Nervabschaltung nichts,außer totalentfernung mit allen Risiken"
Ich hoffe das geht mit dem Rest des Gelenks nicht auch noch so.
Wäre nett wenn du mir den Link mailen würdest.
Viele Dank im voraus und Grüße lukas.
 
012
24.02.2004, 21:49 Uhr
lukas


ups ,
sorry für alle beim Lesen.Leider weiß ich jetzt wie man in dem Textfeld schreibt.Sieht man erst hinterher.Nochmals Entschuldigung.
 
013
25.02.2004, 08:14 Uhr
condor


Hallo Lukas!

Hier erst mal der Link: http://edoc.ub.uni-muenchen.de/archive/00000753/01/Eppinger.Matthias.pdf

Sorry kriege es nicht geregelt das du ihn gleich benutzen kannst:-(

Den Link habe ich mal von Doccom bekommen und ich finde ihn sehr interessant und vor allem relativ verständlich.
Aber so wie ich das jetzt verstanden habe steht die prc für dich noch gar nicht zur Diskussion, oder habe ich da was falsch verstanden?
Was die OP angeht: Viel KG ist angesagt..
Kommen deine schlechten Blutwerte von den Tabletten? So wie sich das anhört, nimmst du sie ja schon lange und vor allem regelmäßig. Nicht gerade gut. Was die Schmerzen vor allem am Mondbein betrifft, warst du da auch mal bei einem anderen Spezialisten? Vielleicht ist da ja was nicht in Ordnung. Das kann nämlich richtig gut Schmerzen bereiten, wie ich aus Erfahrung weiß.

Gruß Betti
 
014
25.02.2004, 08:21 Uhr
Mel_Z
4

Hi Lukas

Ichhabe hier eine Seite von einem Arzt aus München der die ganze OP sehr gut beschreibt und auch die Risiken.
http://edoc.ub.uni-muenchen.de/archive/00000753/01/Eppinger.Matthias.pdf
Ich hatte das zwar vorher nicht gewußt von dieser Seite, aber mein Arzt hat mir das sehr gut beschrieben. Bei mir wurde das gemacht, da ich eine Knorpelglatze auf der Speiche habe, was schon mit Muskelgewebe überzogen wurde, und das abegstorbene Kahnbein. Das Mondbein hatte auch schon eine Zyste drin und deshalb hatte er zu dieser OP bei mir geraten um die Schmerzen in den Griff zu bekommen und das Gelenk zur Ruhe kommen zu lassen. Bei mir wurde das unter Vollnarkose gemacht, da die OP für etwas mehr als zwei Stunden anberaumt wurde und das für eine Teilnarkose zu lange wäre. War mir auch ganz recht so. Ich wollte danach nur aufwachen und alles ist vorbei. So war es dann auch. Bin mit Schmerzen in den OP geschoben worden und aufgewacht ohne die Schmerzen, natürlich der Wundschmerz war da, aber kaum zu vergleichen mit dem anderen Schmerz. Ich hatte für 6 Wochen einen Gips damit die Muskeln, Bänder und Sehnen sich verkürzen können. Dadurch das bei mir das Gelenk schon so vorgeschädigt ist, wollte mein Arzt nicht die komplette Beweglichkeit. Ich kann damit sehr gut leben. Nach unten habe ich ca. 20 Grad und nach oben ca.45-50 Grad je nachdem wie das Gelenk drauf ist. Dadurch das ich ja dritt bis viertgradige Arthrose habe ist das super. Ich kann wieder Sport machen und Motorrad fahren. Zwar kann ich keine Supersportmaschine fahren wegen der Handgelenkstellung am Lenker aber das brauch ich auch nicht.
Bei welchem Arzt bist Du in Behandlung und von woher kommst Du?

Gruß Meli
 
015
25.02.2004, 10:26 Uhr
lukas


Hallo Betti und Meli,
ich komme aus der Nähe von Bonn und war für meine Hand 2x im Malteser ,Kontrolle bei einen zweiten Chirurg in Köln,jetzt gehe nach Bonn-Beuel in St. Vincent.Dank an beide für den Link.
Zu meinen Blutwerten kann ich folgendes sagen:Viox25 40 St.
Ibu 600 ,60 St.Methylprednisol 16mg ein halbes Jahr,Kortikalsteroide bin ich wegen Asthma drauf angewiesen,
ACE Hemmer bis zum Anschlag,mehrere grippale Infekte sowie Allergien auf Behandlungen,3 OP mit 2 Vollnarkosen .Das alles innerhalb eines Jahres.Die Leberwerte waren vorher schon hoch sind aber im letzten viertel Jahr gut nach oben gegangen.Muß zum
Kardiologen und zum Skelettszintigramm wegen der CRP und C3 Werte. Mir ist gesagt worden, aufgrund der Werte ist schon irgendwo ein Knochenumbau mit Entzündung im Gange.
Alles in allem kann man sagen:" Pech gehabt."
Da ich Probleme mit mehreren Gelenken habe geht die Reise vieleicht auch in Richtung Arthritis? Las mich mal überraschen.
Zu den Handschmerzen werde ich am Montag bei der OP-Besprechung nochmals das ganze abklären lassen vieleicht bin ich dann was schlauer.
Für weitere Fragen stehe ich gerne zu Verfügung
Grüße Lukas
 
016
27.02.2004, 10:26 Uhr
Mel_Z
4

Hi Betti

Ist ja witzig das Du auch diesen Link hast. Den haben ich auch schon vor ein paar Wochen hier verteilt, weil ich den recht interessant fand. Das war genau die OP die mein Arzt vor einem Jahr gemacht hat. Ist auch interessant das es in den USA diese OP Methode schon sehr lange gibt und hier in Deutschland immernoch die Versteifung favorisiert wird.

Hi Lukas
Wie geht es jetzt bei Dir weiter?

Gruß Meli
 
017
28.02.2004, 10:21 Uhr
condor


Hi Meli!

Nach der prc OP hatte ich im Internet danach gesucht, aber nur Berichte in fachchinesich gefunden. Da ich aber nicht jedes zweite Wort im Lexokon nachschlagen wollte, hatte ich mich hier ans Forum gewand, wo mir aber auch keiner was sagen konnte. Also hab ich direkt an Doccom geschrieben, und der konnte mir endlich weiterhelfen. Ich finde den Bericht super interessant und vor allem auch für Laien verständlich.
Was die Versteifung betrifft, bin ich heilfroh drumherum gekommen zu sein. Wie du selber sagst, damit läßt sich im Alltag gut leben.


Hi Lukas!

Das ist aber ein ganz schöner Hammer, was du an Medikamenten zu dir nimmst. Geh damit unbedingt zum Facharzt und guck was möglich ist. Ein Freund von mir wird jetzt auch langsam heruntergefahren. Er mußte krankheitsbedingt auch lange ua Schmerzmittel zu sich nehmen, und die waren so hoch dosiert, das seine Blutwerte , vor allem die Leberwerte, ziemlich im Keller waren, bzw sind.
Was deine OP Besprechung am Montag betrifft, drück ich dir die Daumen. Löcher ihn was deine Schmerzen am Mondbein betreffen. Das der kaputte Discus schmerzt ist klar, da sich die Fetzen zwischen den Knochen verfangen können, und das kann höllisch wehtun. Das ist mir an der rechten Hand passiert, weswegen sie ihn zum Teil herausgenommen haben.

Du bist übrigens vie pessimistischer als ich: Ich sehe mich mit 60 nicht unter der Erde, aber dafür manchmal im AOK Schopper :-)

Gruß Betti
 
018
27.03.2004, 14:09 Uhr
lukas


Hallo ,
das Sklettszintigram hat degenerative akute Arthrose in den Handgelenken und Gonarthrose in beiden Knien(Knorpelschaden links) ergeben.Hatte am 25.03.04 rechtes Handgelenk Resektion des Discus Triangularis ? und jetzt 10 Tage Unterarmgips.Radial haben die leider nichts gemacht ,war aber vereinbart,muß vieleicht nochmal unters Messer.
Wer hat Erfahrung mit der Discus Resektion gemacht.Würde mich sehr über Antworten freuen.
Grüße lukas
 
019
27.03.2004, 18:59 Uhr
condor


Hi Lukas!
Kann dir darüber leider nicht soviel sagen, da ich auch nur eine Teilresektion gemacht bekommen habe.
Würde dir aber empfehlen ein neues Thema zu erstellen, da du dann wahrscheinlich mehr Antworten bekommst.

Gruß Betti
 
020
29.03.2004, 08:26 Uhr
Mel_Z
4

Hi Lukas

Bei mir wurde der Diskus geschweißt mit dem Laser. Was haben sie bei Dir gemacht?
Nur den Diskus glatt geschliffen oder auch einen Teil entfernt, was nicht so dolle wäre, da das ja der Meniskus fürs Handgelenk ist. Warum haben die Radial nichts gemacht?
Haben sie Dir eine Begründung dafür gegeben?

Gruß Meli
 
021
29.03.2004, 14:34 Uhr
lukas


Hallo Meli,
Beim mir wurde der Diskus ulnar komplett entfernt,weil degenerativ und die Schmerzabschaltung mit Nervdurchtrennung nichts gebracht hat.Die Spülung im Radiocarpalgelenk die während der Arthroskopie und der Gelenkeröffnung im Oktober 03 gemacht wurde hat nichts gebracht.Da das Gelenk radial immer noch schmerzt und zu Blockaden neigt, sollte der Chirurg am Donnerstag sich das Gelenk mitansehen und gegebenfalls mitoperieren. Auch mit dem Hinweis für arthrotische Veränderungen laut Szintigram.Hab aber nur kurz die Diskusnaht rechts gesehen und links nichts.Laut OP Bericht haben die auch nur den Diskus entfernt.
Ausprobieren geht wegen der frischen Op und der Gipsschale eh nicht.Den Chirurg hab ich nur einmal gesehen im Febuar sonst zwei andere Ärzte,die aber auch nicht wissen was während der Op gelaufen ist.Muß jetzt bis zum 06.04 warten ,dann sollen die meinetwegen die Hand nochmal aufmachen.Ich hab langsam nach 2 Jahren Schmerzen die Schauze voll.Die linke Hand hab ich schon abgeschrieben, aber die rechte brauch ich noch im Leben und zwar schmerzfrei, zumindest im Büro irgendwann.
Grüße Lukas
 
022
29.03.2004, 23:20 Uhr
Mel_Z
4

Hi Lukas

Daskann ich mir sehr gut vorstellen, das Du die Schnautze voll hast mit den Schmerzen. Bei mir hat es auch 4 Jahre gedauert bis ich an den richtigen Arzt kam, der dann genau nachgeschaut hat und dabei wurde festgestellt, das das Kahnbein mehrfach gebrochen war, aber das habe ich ja oben schonmal etwas ausführlicher beschrieben. Warum wollen die bei Dir nichts genaues machen?
Das verstehe ich nicht. Ich brauche auch beide Hände im Beruf und die in der Uniklinik haben mir das auch erstmal verständlich gemacht, wie ich denn mit dieser Hand denn noch arbeiten könnte. Klar, irgendwie geht es schon, man beißt die Zähne zusammen, ist aber nicht immer toll. Warst Du schon beim Handchirurgen?

Gruß Meli
 
023
31.03.2004, 16:07 Uhr
lukas


Hey Meli,
das war mein dritter Handchirurg.Doch eigentlich wollten die schon was genaues machen ,nur konnte mir keiner bisher sagen warum nur die Hälfte gemacht worden ist.Das erfahr ich hoffentlich am Dienstag.Kann mir einer sagen, was man bei Arthrose in den Handgelenken machen kann, um schmerzfrei zu werden?
 
024
01.04.2004, 08:30 Uhr
Mel_Z
4

Hi Lukas

Da kannst Du leider nicht sehr viel machen. Bewegen auf jeden Fall, aber abstützen und schwer heben und tragen vermeiden.
Mein Arzt hat da noch eine Methode Muskelgewebe als Knorpelersatz einzusetzten. Dazu wird Muskelgewebe aus Deinem Oberschenkel entnommen(das wächst wieder nach) und wird an die betroffene Stelle eingesetzt. Hält dann so ca. 10-15 Jahre und kann dann nochmal gemacht werden. Dadurch das das ein Gewebe ist, nutzt sich das mit der Zeit auch wieder ab, aber erstmal hilft es das Du Dein Gelenk wieder schmerzfrei bewegen kannst. Wurde bei mir auch schon gemacht, leider kam ein Sturz danach wo ich auf mein kaputtes Kahnbein gefallen bin dazu und dadurch mußte die erste Handwurzelreihe entfernt werden, da mein Kahnbein sich in alle Einzelteile aufgelöst hatte und nicht mehr geflickt werden konnte.

Gruß Meli
 
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