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23.02.2004, 11:50 Uhr
Mel_Z
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Hi Betti
So ähnlich war das auch bei mir, nur das ich keine Zysten drin habe. Anbei mal meine Geschichte: Im September 1996 habe ich mich entschieden meinen Motorradführerschein zu machen. Mein damaliger Freund hatte dann mit mir in einem Garagenhof geübt. Dabei bin ich auf seiner gefahren und die ist recht hoch. Ich kam nur mit den Zehenspitzen runter auf den Boden. Also bin ich ein wenig hin und hergefahren und er wollte dann das ich das achterfahren machen. Also habe ich es ausprobiert und das End vom Lied war, ich hatte vor lauter Panik weil ich aufs Garagentor zugefahren bin die Vorderradbremse betätigt mit dem fatalen Fehler, das ich ausgehebelt wurde und auf die ausgestreckte Hand gefallen bin. Erst hatte ich kein Schmerz gespürt. Wir haben dann auch die Aktion abgebrochen und sind nach Hause gefahren. Dort wollte ich dann den Helm abnehmen und habe nur einen Schrei losgelassen. Heute weiß ich, das es das Kahnbein war, was dabei kaputt gegangen ist. Ich konnte keine Tasse halten und nicht den Daumen und Zeigefinger zusammen nehmen. Das war an einem Freitag und da ich so viel Schiss vor dem Krankenhaus habe, habe ich bis Montag gewartet und bin dann erst zum Orthopäden gefahren. Der hat natürlich nichts feststellen können, obwohl ich ihm gesagt habe wie ich drauf gefallen bin. Im nach hinein bereue ich es das ich nicht ins KK gefahren bin, denn die hätten sich das genauer angeschaut. Naja, so hatte ich für zwei Wochen eine Handgelenksbandage bekommen. Leider sind die Schmerzen dann nicht weniger geworden. Dann bin ich im Winter die Treppe runter gefallen und auch wieder auf die ausgestreckte Hand gefallen. Im Januar wurde dann das erste MRT gemacht und dabei kam raus das der Diskus eingerissen ist und sich ein Knorpelstück eingerisse hat und ins Gelenk steht. Aber da ich grad mitten im Führerschein war, konnte ich das nicht machen lassen. Mein Arzt hatte das ja auch nicht als so dringend gemacht, weshalb ich das damals auf die leichte Schulter genommen habe. Im Mai war dann unser Schottlandurlaub und danach war ich dann wieder beim Arzt. Jetzt konnte er die OP aber mir nur privat in Rechnung stellen, also suchte ich mir einen anderen der das als Kassenleistung abrechnet. So kam ich dann leider an einen Arzt der pfusch gemacht hatte. Er hatte nicht den Diskus repariert, sonder hat eine Bandraffung vorgenommen und mir so das ganze Gelenk verdichtet. Wenn ich heute die Bilder mit den damals vergleiche, sehe ich ganz genau wie mein Speichenknochen schon abgeschabt ist. Nach dieser OP bin ich dann zu einem anderen Arzt gegangen, aber was ich leider erst später raus bekam, war das ein Freund von dem Operierenden Arzt. Also sagte der mir dann auch, das ist doch alles gemacht worden und so schlimm wie es auf dem MRT Bildern war, war es doch nicht. Also bin ich dann 1998 wieder zu meinem ersten Orthopäden gefahren und habe mich von ihm untersuchen lassen. Er sagte, der Diskus ist immer noch defekt, das könnte er sogar spüren. Also kam ich im Dez. 98 noch mal unters Messers und diesmal hat es die Krankenkasse bezahlt. Dann war erst mal Ruhe bis ich beim Schlittschuhlaufen noch mal drauf gefallen bin. Da war der alte Schmerz wieder da. Also ging das ganze wieder von vorne los. Wieder zum Arzt, wieder eine OP. Dann kam die Diagnose Knorpelschaden mit beginnender Arthrose, heute weiß ich, dass das damals schon eine war. Es folgte eine Radiosynoverothese wo krankes Gewebe durch Radioaktivität zerstört wird und sich der Knorpel erholen kann und sich wieder neu bilden kann. Alles Quatsch. Knorpel kann sich nie mehr neu bilden, wenn er weg ist, ist er weg. Dann habe ich verschiedene Ärzte aufgesucht um rauszubekommen, was man gegen Arthrose machen kann. Ich war dann im Sommer 2001 in Köln bei einem Handchirurgen und der bestätigte das ganze, aber er wollte da erst mal nichts unternehmen, weil die Beweglichkeit noch so gut wäre. Dann bin ich nach Bad Neustadt an der Saale gefahren in eine Handchirurgische Klinik die sich auf Arthrose spezialisiert hat. Dort habe ich das erste mal gesagt bekommen, das ich keine Arthrose hätte und mein Gelenk total gesund wäre. Aber gegen die Schmerzen kam nur der Vorschlag die Nerven zu durchtrennen, das ich keine Schmerzen mehr habe. Toll. Ich also nach Hause und war total geschockt. Ich hatte dann an mir selbst gezweifelt. Dannbin ich Frankfurt noch zu einem Handchirurgen gegangen, der dann auch gesagt hatte ich hätte keine Arthrose. Also wieder ein MRT und da kam dann der Befund raus. Es wurde eine Glatze im Bereich des Lunatiums sowie der Fossa lunata, dann im Bereich des Scaphoids sowie der Fossa scaphoidea zweitgradiger Knorpelschaden. Knochenhautablösung und Ergußbildung darunter. Der Arzt meinte nur, ach da kam ja gar nicht so viel raus. Ich sollte doch mal in die Uniklinik fahren, vielleicht könnten die mir weiterhelfen. Und hat mich dann ganz blöd angegrinst. Ich dachte nur, was für ein Idiot. Also Termin in der Uniklinik bekommen. Der diensthabende Arzt schaute sich die Befunde und die Bilder an und hörte mir auch ganz gespannt zu, was ich aber erst nicht so wahr genommen hatte. Dann seine Aussage, „da ist aber schon viel kaputt und Sie haben nicht nur eine Sache, sondern gleich drei Sachen“. Das war dann mal eine Aussage die ich verstehen konnte mit meinen Problemen. Er sagte dann nur der Spezialist ist zur Zeit im OP und er würde gerne die Befunde da behalten um es mit dem Kollegen durchzusprechen und sie würden mich zu Hause anrufen. Ich natürlich erst begeistert und dann die Angst, ach die rufen doch eh nicht an. Aber nach zwei Tagen hatte ich einen Anruf auf dem AB und ich sollte doch dringend anrufen, sie hätten einen Vorschlag. Also ich dann wieder hin und mir wurde dann vorgeschlagen Muskelgewebe aus dem Oberschenkel zu entnehmen und es als Knorpelersatz ein zusetzten. Aber natürlich auch die Nerven durchtrenne, aber nur die im Knochen, damit der Knochen wieder zur Ruhe kam und die Entzündung raus kann. Sie haben dann noch mal Röntgenbilder gemacht, diesmal sogar von der linken Hand und da kam dann die erste Frage, „ Haben Sie sich mal das Kahnbein gebrochen? Man würde da was auf dem Bild sehen. Dann im Nov. 2001 die OP. War danach total happy und die Schmerzen waren dann so gut wie weg und die Beweglichkeit war auch wieder super. Dann leider im Mai 2002 bin ich wieder gefallen und hatte diesmal sogar den Schlüssel in der Hand. Der hatte sich natürlich ins Kahnbein gebohrt und auseinander gedrückt. War dann am nächsten Morgen wieder in der Klinik, Gips und verdacht auf Kanhbeinfraktur. Am nächsten Tag MRT und da kam dann die Diagnose, Kahnbein total zerbröselt und verschoben und schon abgestorben. Mein Arzt wollte das nicht gleich operieren, denn jede OP ist nicht gut fürs Gelenk. Also haben wir es erst anders versucht, aber als es dann kalt wurde, wurden die Schmerzen immer doller und ich konnte teilweise nachts nicht mehr schlafen. Also kam dann am 21.01.2003 meine fünfte OP, wo mir drei Handwurzelknochen entfernt wurden. Bis jetzt verläuft es gut und die Dauerschmerzen sind weg. Die Beweglichkeit ist zu 50 % wieder da, so wie es sein sollte. Die Kraft fehlt noch aber kommt auch langsam. Motorradfahren geht auch wieder und ich habe wieder mehr Freude am Leben. Dafür könnte ich meinem Arzt um den Hals fallen, denn er hat das was andere verpfuscht haben wieder hingerichtet, zwar nicht wie es früher war, aber so das ich normal leben kann.
Das ist meine Story. Ich hoffe es war nicht zu lange. |